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Liebe Besucherin, lieber Besucher,wir freuen uns über Ihren Besuch in Ihrer Gemeinde und geben Ihnen gern einen Einblick in unser Gemeindeleben, unseren Hintergrund und unsere Geschichte. BaptistengemeindeDie Kirche im Hof ist der Treffpunkt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kassel-West. Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, zu denen unsere Baptistengemeinde zählt, zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Verantwortung des einzelnen Christen hoch schätzen und das Gemeindeleben gemeinsam gestalten. Das wird besonders deutlich in der Taufe ausgedrückt, die nur an Menschen vollzogen wird, die ihren Glauben bekennen und darum ein gewisses Alter erreicht haben. In der Regel sind Täuflinge nicht jünger als zwölf Jahre alt. Gemeinschaft leben wir, indem wir freiwillig und verbindlich das Gemeindeleben gestalten und finanzieren. Jeder hilft nach Kräften und Begabungen mit, dass wir miteinander unseren Glauben an Jesus leben können. Gemeinde ohne AbgrenzungZu unserer Gemeinde gehören momentan 125 Mitglieder, 25 Kinder und Teenager sowie 40 Christen, die verbindlich zum Freundeskreis unserer Gemeinde gehören und aktiv an unserem Gemeindeleben teilnehmen, obwohl sie in der Regel Mitglied einer anderen Kirche sind. Wir leben bewusst in ökumenischer Weite und pflegen den Austausch mit anderen Konfessionen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel und der Evangelischen Allianz, einem Zusammenschluss von Christen, die vor allem zu evangelischen Freikirchen und landeskirchlichen Gemeinschaften gehören. Traditionell veranstalten wir mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria und der Evangelischen Friedenskirche in jedem Winter die Ökumenische Bibelwoche. Verbunden mit einem Netzwerk anderer GemeindenIn Kassel gibt es drei Baptistengemeinden. Außer uns ist das die Gemeinde am Möncheberg (gegründet 1847) und in Oberzwehren. In der Arbeitsgemeinschaft Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Kassel und der Region arbeiten wir außerdem mit den Gemeinden Baunatal und Fuldatal zusammen. Zu ihnen gehören 700 Mitglieder. Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland hat in 900 Gemeinden 84.000 Mitglieder. In Hessen gehören 6.500 Mitglieder zu 60 Gemeinden. 40 Jahre GeschichteUnsere Gemeinde entstand auf Initiative der Gemeinde am Möncheberg in den 70er Jahren. Öffentliche Kinderwochenstunden und eine offene Seniorenarbeit standen am Anfang. Pastor Bernd Kuhn und seine Frau Regina waren in den ersten Jahren prägende Mitarbeiter. Bald wurden durch Gottesdienste junge Familien erreicht und die Räume in der Lasallestraße wurden zu klein. 1979 wurde die Gemeinde selbstständige Bundesgemeinde und bezog im selben Jahr die heutige Kirche im Hof. Die Räume einer traditionsreichen Gaststätte, die zuletzt von einer Möbelhandlung genutzt worden waren, wurden in Eigenleistung zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Später waren Friedhild und Bernd Busche Pastoren der Gemeinde, danach Thomas Niedballa und Gerd-Werner Gries. Seit 2006 ist Frank Fornaçon der Gemeindepastor. Mit anderen teilenAls Gemeinde sind wir nicht nur für uns selbst da. Darum teilen wir gerne unsere Ressourcen, indem wir finanzielle Verantwortung übernehmen, unsere Räume mit anderen teilen und unsere Mitglieder ermutigen, Aufgaben auch außerhalb der Gemeinde zu übernehmen. So sind wir traditionell stark mit den Baptisten in Kamerun verbunden, unterstützen die Kinderheime der EBM-MASA durch einen regelmäßigen Kuchenverkauf an jedem dritten Sonntag im Monat. Unsere Räume stellen wir zu überregionalen Treffen und für kulturelle und lokalpolitische Veranstaltungen zur Verfügung. Dabei sind wir gerne Gastgeber und möchten, dass sich unsere Gäste wohl fühlen. Ehrenamtlich arbeiten einige von uns, unterstützt von der Gemeinde, in Gremien mit, wie dem Präsidium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, der Leitung des Landesverbandes, in der Kasseler Oncken-Stiftung und der Stiftung Haus der Begegnung in Roten-burg/Fulda. Wir arbeiten im Stadtteilverein Kassel-West e.V. mit. Gottesdienst lebt vom MitmachenDer Mittelpunkt unseres Gemeindelebens ist der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Er wird von über 20 Mitarbeitern geprägt, die einzelne Aufgaben wahrnehmen, die das Zusammenkommen gelingen lassen: Der Prediger, in der Regel - aber nicht ausschließlich - der Pastor der Gemeinde, ist nicht allein verantwortlich. Die Liturgie wird von einem Mitglied vorbereitet und moderiert. Abwechselnd begleiten Ehrenamtliche den Gesang am Klavier. Immer andere Mitarbeiter sorgen für den Blumenschmuck auf dem Abendmahlstisch, das Abendmahl am ersten Sonntag eines Monats wird vorbereitet, manchmal wird eigens dafür Brot gebacken. Ein Mitarbeiter hat dafür gesorgt, dass in der Tageszeitung und im Schaukasten zum Gottesdienst eingeladen wird. Jemand hat im Eingangsbereich Kerzen angezündet, um dem Gast zu zeigen: Wir freuen uns auf Sie! Es gibt einen Begrüßungsdienst am Eingang, die Technik muss ausgesteuert werden, die Beamerpräsentationen wurden vorbereitet und die Predigt wird am Nachmittag im Internet veröffentlicht. Die Sammlung muss nicht nur organisiert, sondern die Einnahmen müssen gezählt und verbucht werden. Jemand sorgt dafür, dass die Liederbücher an ihrem Platz sind und der Büchertisch bietet informative und glaubenstärkende Literatur an. Gottesdienste mit besonderem CharakterAm ersten Sonntag eines Monats feiern wir das Abendmahl. Dazu sind alle Christen eingeladen. Wir bleiben während des Mahls an unseren Plätzen. Brot und die Kelche (für jeden ein einzelner kleiner Kelch mit Traubensaft) werden durch die Reihen gegeben. Wer nicht am Abendmahl teilnehme möchte, gibt Teller und Tablett einfach weiter. Nach dem Kirchencafé, das jeden Sonntag angeboten wird, findet manchmal eine "Kleine Gemeindestunde" statt, eine Mitgliederversammlung, in der über das Gemeindeleben informiert und entschieden wird. Dazu sind alle eingeladen, auch wenn nur Mitglieder der Gemeinde Stimmrecht haben. An diesen Sonntagen wird gemeinsam zu Mittag gegessen. Jeder bringt etwas mit und alles wird miteinander geteilt. Es ist immer genug da, um auch spontane Besucher einladen zu können. Am zweiten Sonntag eines Monats wird am Ende des Gottesdienst zu einem besonderen Segnungsgebet eingeladen. An der hinteren Wand des Gottesdienstraumes steht ein Tisch mit Öl und Bibelworten. Zwei Mitarbeiter sitzen dort und warten darauf, ob jemand sich segnen lassen möchte. Man setzt sich zu einem der Betenden, sagt kurz das Anliegen und wird dann gesegnet. Das geschieht, wenn man das wünscht unter Handauflegung und einer Salbung mit Öl. Bei dieser zeichnet der Segnende ein Kreuz auf den Handrücken oder die Stirn. Am dritten Sonntag eines Monats und in den Schulferien sind die Kinder zu Beginn des Gottesdienstes dabei. Sie werden besonders einbezogen, entweder, indem sie den Gottesdienst mit gestalten oder eine Geschichte für sie erzählt wird. Kinder sind auch darüber hinaus in jedem Gottesdienst willkommen. Kleinkinder können am Legotisch oder mit einem der Elternteile in einem besonderen Spielzimmer im ersten Obergeschoss spielen, wo man den Gottesdienst über eine Übertragungsanlage mitverfolgen kann. Weiteres zum GottesdienstIm Gottesdienst werden Gäste besonders begrüßt. Das ist eine Gelegenheit, sich vorzustellen oder Grüße aus anderen Gemeinden weiter zu geben. So findet man rascher Kontakt. Niemand muss allerdings von diesem Angebot gebrauch machen. Für Besucher mit einer Hörbehinderung gibt es spezielle Hörbügel, die mit der Verstärkeranlage verbunden sind. Am Techniktresen kann man einen solchen Bügel kostenlos ausleihen. Wer den Gottesdienst gerne noch einmal erleben will, oder Freunde und Bekannten Anteil am Gottesdienst geben will, kann kurz nach dem Gottesdienst am Techniktresen eine CD erwerben. In der Regel ist ab dem späten Nachmittag die Predigt auch im Internet nachzuhören. Der Sonntagsbrief enthält aktuelle Informationen und kann auch per Newsletter bezogen werden. Er wird am Sonntagmorgen an alle versandt, die ihre E-Mail-Adresse hinterlegt haben. Wer eine Übersetzung des Gottesdienstes benötigt, findet Hilfe in Französisch, Englisch und Rumänisch. Am besten vermittelt das der Gemeindepastor. Café der Kirche im HofEine weitere wichtige Begegnungsmöglichkeit der Gemeinde ist das Café der Kirche im Hof. Hier ist an jedem Donnerstag ab 19.00 Uhr ein lebendiger Treffpunkt, wo in einer kommerzfreien Atmosphäre unkonventionelle Gemeinschaft erfahren werden kann. Im Café treffen sich einzelne Gäste, aber auch regelmäßige Gruppen mit und ohne festen Kontakt zur Gemeinde. Jeder Donnerstag hat einen besonderen Akzent, entweder durch das Programm (dann in der Regel in der Kirche im Hof) oder durch kulinarische Besonderheiten, wie ein Bayerischer Abend oder ein Kartoffelabend. Lesungen, kleine Konzerte, Vorträge wechseln sich miteinander ab und bieten Anregungen zum Gespräch. Die Kunstausstellungen wechseln jedes Quartal und werden immer mit einer musikalisch gestalteten Vernissage eröffnet. GruppenNeben einigen Hauskreisen, über die der Pastor gerne informiert, treffen sich die Senioren regelmäßig zum Seniorennachmittag oder zum Treffpunkt Bibel. Während beim einen verschiedene Themen auf dem Programm stehen, geht es beim anderen um ein Gespräch zu Bibeltexten. Bei den Powerkids, der Jungschargruppe der Gemeinde am Möncheberg sind viele unserer Kinder dabei und die Jugendgruppe am Möncheberg wird ebenfalls von vielen unserer Teenager besucht. HaushaltDer Gemeindehaushalt wird zum allergrößten Teil über freiwillige Zuwendungen der Mitglieder und Freunde gedeckt. Diese werden auf das Konto der Gemeinde überwiesen. Es gibt keinen festen Mitgliedsbeitrag oder Kirchensteuern. Wir gehen davon aus, dass Jeder eigenverantwortlich nach seinen Möglichkeiten zum Gemeindehaushalt beiträgt, aus dem alle Kosten der Gemeinde bestritten werden müssen (Haus, Gehälter, Aktivitäten). Darum ist die Höhe der Zuwendung vertraulich. Am Ende des Jahres bekommt jeder Spender eine Zuwendungsbescheinigung, damit er die Spende bei der Steuererklärung geltend machen kann. Über die Gemeinde können auch Spenden an andere gemeinnützige oder mildtätige Organisationen weitergeleitet werden. KollektenKollekten im Gottesdienst dienen ebenfalls der Deckung des Haushalts. Am ersten Sonntag im Monat ist die erste Sammlung in der Regel für einen Zweck außerhalb der Gemeinde bestimmt. In der Gemeindestunde wird beschlossen, welche Organisationen dabei bedacht werden. Das sind zum Beispiel: Dienste in Israel, das Kasseler Hospiz, ERF-Medien oder das Haus der Begegnung in Rotenburg. Eine zweite Sammlung am ersten Sonntag im Monat dient der Unterstützung Bedürftiger im Umfeld der Gemeinde. Am dritten Sonntag wird die Kollekte zugunsten einer bestimmten Position im Haushalt der Gemeinde gesammelt. Das kann die Sonntagsschule sein oder der Zuschuss zu einer Schulungsmaßnahme von Mitarbeitern. Bei aktuellen Katastrophen, wie z. B. Erdbeben ist die Sammlung für den Katastrophenfond unserer Gemeinde oder des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden bestimmt. Aus beiden wird sofort geholfen, ohne erst auf eingehende Spenden zu warten. Wenn mehr Geld eingeht als für die jeweilige Not erforderlich ist, kann dieses Geld auch für ähnliche Notlagen verwandt werden. Bei Katastrophen kann man auch zweckbestimmt über die Gemeindekasse helfen. Diese Mittel werden direkt für die aktuelle Not eingesetzt. Wir leiten diese Mittel an das Hilfswerk des Baptistischen Weltbundes weiter, der in über 200 Ländern verlässliche Strukturen hat, um Geld auch wirklich den Bedürftigen zukommen zu lassen. Lokale Gemeinden und Gemeindebünde sind die besten Verwalter einer gerechten Verteilung. Wer ist wer?Im Gang des Nebeneingangs im Vorderhaus finden Sie eine Fotowand mit vielen unserer Gemeindemitglieder. So können Sie rasch Namen und Gesicht einander zuordnen. Von den leitenden Mitarbeitern finden Sie hier die Kontaktdaten. |
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