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Die Gemeinde Kassel-West:Die Gemeinde Kassel-West entwickelte sich 1966 aus einer Kinderwochenstunde, der sich Gesprächskreise mit Eltern und dann andere Formen der Gemeindearbeit anschlossen. Sie wurde 1979 selbständige Gemeinde und hat derzeit (2011) 125 eingetragene Mitglieder, dazu einen festen Kreis von Freunden.
Wer wir sind:Wir sind evangelisch und fühlen uns mit allen Christen verbunden, die das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zum Ausdruck bringen. Grundlage unseres Glaubens und Lebens ist die Heilige Schrift. Wir sind freikirchliche Christen und bekennen uns zur bewussten persönlichen Entscheidung in der Frage der Kirchenmitgliedschaft. Mitglied einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde wird, wer sich nach dem Vorbild der ersten Christen öffentlich zu Jesus Christus bekennt und sich auf seinen Namen taufen lässt. Diese Taufpraxis führte zu der weltweit bekannteren Bezeichnung "Baptisten". Wir legen Wert auf die Trennung von Kirche und Staat und erheben deshalb keine Kirchensteuer. Mitglieder und Freunde der Gemeinde finanzieren durch ihre freiwilligen Beiträge und Spenden alle Gemeindeaufgaben. Wir sind Gemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, einem Zusammenschluss von Gemeinden, mit insgesamt etwa 88.000 Mitgliedern in der Bundesrepublik. Im Rahmen dieses Gemeindebundes sind wir an überregionalen missionarischen und sozial-diakonischen Aufgaben beteiligt. Wer kann zu uns gehören:Verbindliche Zusammengehörigkeit zeigt sich in der Mitgliedschaft in der Gemeinde. Mitglied wird man durch die Taufe oder durch Überweisung aus einer anderen Gemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Wir bieten allen die Taufe an, die an Jesus Christus glauben. Regelmäßig informieren Taufkurse über das Wesen und die Bedeutung der Taufe. Wer als Glaubender in einer anderen Kirche getauft wurde, kann durch Beschluss der Gemeindeversammlung aufgenommen werden. Wer in einer anderen Kirche als Säugling getauft wurde, der kann auf der Liste der Freunde unserer Gemeinde geführt werden. Damit hat er oder sie bei fast allen Angelegenheiten Sitz und Stimme in der Gemeindeversammlung. Über die Aufnahme entscheidet ebenfalls die Gemeindeversammlung. |
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Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf. 1. Korinther 10,23-24 Von Freiheit und VerantwortungManchmal könnten Eltern aus der Haut fahren. Wenn ihre halbwüchsigen Kinder über die Stränge schlagen und sich Freiheiten herausnehmen, die anderen das Leben schwer machen. Dann wünschte sich mancher, man könnte die Zeit zurückdrehen. Damals, als die Kinder noch klein waren und hörten, wenn man ihnen etwas verbot. Doch dann eroberten sich die süßen Kleinen ihren eigenen Lebensraum und die Eltern wurden mehr und mehr zu Zuschauern. Natürlich wissen Eltern, dass die Erkundung der Freiheit zum Erwachsenwerden dazu gehört, aber sie fühlen sich doch nur ungern in ihrer eigenen Freiheit beschnitten. Die Familie ist ein Raum, in dem die Balance zwischen Freiheit und Rücksichtnahme eingeübt werden kann. Der Monatsspruch wäre ein gutes Erziehungsmotto. Aber er ist ja nicht aus einem Erziehungsratgeber, sondern dem 1. Korintherbrief entnommen. Der Brief behandelt die Kinderkrankheiten der ersten Christen. Sie sollen lernen, mit dem Geschenk der Freiheit recht umzugehen. Wie oft werden die eher gesetzlich ängstlichen Christen über die Sittenlosigkeit der eher ungestüm freisinnigen geklagt haben. Muss man nicht manchmal eine Grenze ziehen: Bis hierher und nicht weiter? Und die anderen? Sie werden sich gerieben haben am kritischen Blick, an der besserwisserischen Bemerkung. Wenn uns Christus frei gemacht hat, dann sollen wir diese Freiheit doch auch genießen. Weg mit den Kleingeistern und Miesepetern. Sollen sie sich doch in ihre gesetzliche Wagenburg zurückziehen. Die Freien wollen sich nicht in ihrer Freiheit beschneiden lassen. Konkreter Streitpunkt war in Korinth das Essen von Fleisch vom Markt oder beim Gastmahl. Der Metzger hatte in der Regel das Fleisch den Göttern geweiht. War es nicht verunreinigt? Machte sich ein Christ nicht schuldig, wenn er den Götzenkult indirekt unterstützte? Lieber kein Steak essen als ein Opfer für die Götter unterstützen. Dann fällt man doch womöglich den heidnischen Göttern selbst zum Opfer. Die Antwort des Paulus: Macht euch nicht so viele Gedanken. Es gibt doch nichts auf der Welt, was nicht von Gott kommt. Freut euch am Fleisch und pfeift auf die Vorschriften. Vergesst aber trotzdem nicht, nach links und nach rechts zu blicken. Wenn der Nachbar mit seinem engeren Gewissen provoziert wird, dann sollte dir der Bissen im Hals stecken bleiben. Denn du bist nicht nur für dein gutes Gewissen verantwortlich, sondern auch für das deines Nächsten. Die Kritik des anderen hilft, den Bick zu schärfen: Nicht alles, was ich darf, fördert mich. Die Beliebigkeit unseres Tuns braucht Kriterien, um das Richtige zu tun und das Falsche zu lassen. Und dabei helfen sich Schwache und Starke, Engherzige und Großzügige gegenseitig, wenn sie nicht allein auf sich, sondern immer auch auf den anderen sehen. Auf der Suche nach dem rechten Maß können wir nur fündig werden, wenn wir aus unterschiedlichen Perspektiven auf das Leben blicken. Dann entdecken wir, was uns nützt und was uns schadet, was uns aufbaut oder niederdrückt. Frank Fornaçon |
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